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ASO - Informationen


PROTOKOLL der Sitzung des Auslandschweizerrates (ASR)
vom 31. März 2007, von 09.00 bis 17.10 Uhr, im Rathaus Bern
 
1. Feststellung der Stimmberechtigung / Quorum
2. Protokoll der Sitzung vom 18. August 2006
3. Bericht des Präsidenten
4. E-Government – Standortbestimmung
5. Eidgenössische Wahlen 2007
6. ASO auf Internet - Neuerungen
7. Auslandschweizer-Kongress 2007
8. Soliswiss heute
9. Vorbereitungskurse auf das Hochschulstudium - Präsentation
10. Jahresbericht 2006
11. Jahresrechnung 2006
12. Budget 2007
13. Wahl der Revisionsstelle
14. Wahl neuer ASR-Mitglieder
15. Anerkennung von Auslandgruppen
16. Verschiedenes

Die Traktanden werden in folgender Reihenfolge behandelt:
1, 2, 3, 4, Mittagessen, 6, 7, 5, 8, 9, 10, 11 + 12, 13, 14, 15, 16, zwischen Traktandum 3 und 4 wird ein Exposé von Oberst Elmar Mäder, Kommandant der Päpstlichen Schweizergarde mit anschliessender Diskussion eingeschoben.

Präsident Stucky begrüsst die Anwesenden, namentlich die beiden Ehrenpräsidenten Walther Hofer und Jean-Jacques Cevey sowie die Mitglieder der eidgenössischen Räte.

Als Gäste heisst er namentlich Botschafter Markus Börlin, Chef PA VI EDA, Elmar Mäder, Kommandant der Päpstlichen Schweizergarde, Mrg. Rubén Mainardi, Vertreter des päpstlichen Nunzius, Herrn Marco Alidori, Vertreter der Italienischen Botschaft, sowie die Referenten Herrn Jean-Jacques Didisheim und Frau Schmid, Delegierte der Auslandfranzosen herzlich willkommen.

Ebenfalls begrüsst er das Publikum, Angehörige der Ratsmitglieder sowie die Medienvertreter und gibt Entschuldigungen bekannt.

Zwei Ratsmitglieder haben ihre Demission bekannt gegeben: Ulrich Pfister, Präsident des Solidaritätsfonds der Auslandschweizer (Nachfolge Traktandum 14) und Frau Brigitte Fuchs-Reber, Repräsentantin Swiss Ping Pong. Der Präsident dankt den Ausscheidenden herzlich für ihr Engagement in diesem Gremium.

Neu zum Rat gestossen sind die Mitglieder Olivier Perrottet, Peru, Erich Ruppen, Türkei und Alfred Zbinden, Grossbritannien. Herr Stucky heisst sie in der Ratsmitte willkommen.

Der Präsident freut sich, als zusätzlichen Programmpunkt um 10.30 Uhr ein Exposé des Kommandanten der Päpstlichen Schweizergarde ankündigen zu dürfen.


1. Feststellung der Stimmberechtigung / Quorum
Der Rat zählt 103 Stimmberechtigte, davon nehmen 73 an der Sitzung teil. Das Quorum ist erreicht und der Rat somit beschlussfähig.


2. Protokoll der Sitzung vom 18. August 2006
Das Protokoll wurde den Ratsmitgliedern am 18. September 2006 zugestellt. Das Wort wird nicht verlangt. Der Präsident erklärt es damit als genehmigt und dankt der Verfasserin.


3. Bericht des Präsidenten
Herr Stucky geht in seinem Bericht vertieft auf folgende Themen ein:
- Aktivitäten der Parlamentarischen Gruppe „Auslandschweizer“
- Besuch im Dezember bei der Departementsvorsteherin des EDA, Bundesrätin Micheline Calmy-Rey
- Themen zu welchen die ASO Vernehmlassungsantworten eingereicht hat (E-Government, biometrische Pässe, Revision Militärgesetz und Koordination Landeswerbung)
- Neuerungen im sozialen Bereich (freiwillige AHV, 2. Säule)
- Sinn und Zweck von Auslandschweizer Institutionen

(Für den genauen Wortlaut sei auf den gedruckten Bericht, Dokument R-2007/7 verwiesen.)

Botschafter Börlin referiert über die im Februar veröffentlichte Auslandschweizerstatistik und die Teilnahme der Auslandschweizer an den eidgenössischen Wahlen 07. Er muntert diese zur aktiven Teilnahme auf. Fragen betreffend Anpassung der Struktur der ASO und nach einem virtuellen Kanton beantworte er jeweils wie folgt: 1. Diese politische Frage sei von grösster Tragweite und sei direkt mit der ASO und den ihr verbundenen Parlamentariern zu diskutieren 2. die bestehenden Strukturen seien sehr gut und die ASO leiste gute Arbeit und 3. empfhielt er das Engagement und die aktive Teilnahme im jeweiligen Verein und die Ausübung der politischen Rechte. Weiter orientiert er über die Beschlüsse beider Parlamentskammern zum E-Voting (Zentralisierung des Auslandschweizer Stimmregisters auf kantonaler Ebene). Das Gewicht liege nun in erster Linie auf dem technisch sicheren Verfahren. Nach Ablauf der Referendumsfrist werden sich die Kantone mit dem Thema befassen müssen, dennoch sei eine Einführung vor 2010/11 unwahrscheinlich. Das EDA habe seinerseits praktisch keinen Einfluss, da Beschlüsse auf Bundes- und Kantonsebene nötig sind.

Herr Kaul referiert als Direktbetroffener in Dresden zur Reduktion des Konsularnetzes. Die Zusammenarbeit mit dem EDA sei eminent wichtig und Lösungen müssten gefunden werden, beispielsweise in der vermehrten Ernennung von Honorarkonsuln und einem besseren Miteinbezug der ASO bei deren Wahl. In Sachsen hat man zudem eine Lösung für die nun fehlende Örtlichkeit für die 1. August-Feiern gefunden. Alternierend wird jeweils in Schweizer Betrieben gefeiert. Dies bietet den Unternehmen eine gute Möglichkeit sich einem breiten Publikum vorzustellen und dem Heimatkanton der Firma die Chance, neue Kontakte zu knüpfen.

Exposé von Elmar Mäder, Kommandant der Päpstlichen Schweizergarde zu deren Tradition und Selbstverständnis.

Diskussion

Frau Michel kennt persönlich ehemalige Gardisten. Es stört sie, dass bei offiziellen Anlässen der Garde Mundart gesprochen wird (beispielsweise an der Jubiläumsfeier 2006).

Herr Mäder: Dies habe der verantwortliche Kommentator damals so entschieden. Im Nachhinein würde man aber auch eine international verständliche Landessprache wählen.

Herr Müry fragt, ob der Maturaabschluss einer handwerklichen Ausbildung gleichgesetzt wird und wie lange die Gardisten das vatikanische Bürgerrecht behalten.

Herr Mäder: Die Gleichsetzung aller Ausbildungen sei durchaus positiv und erstrebenswert. Die Gardisten müssten die vatikanische Bürgerschaft nach Beendigung ihres Dienstes abgeben.

Frau Prutsch findet es toll, dass der Papst auch die nächsten Angehörigen der Gardemitglieder freundlich empfängt. Empfindet es generell, dass Doppelbürger als Bürger 2. Klasse betrachtet würden.

Herr Mäder: Aktuell befinden sich 15 Gardisten mit Doppelbürgerschaft im Dienst. Er selber habe ebenfalls seitens der Mutter österreichische Wurzeln.

Herr Bartlett: Wie sieht die Zukunft der Garde aus und wie wird das Problem des Terrorismus angegangen?

Herr Mäder: Die Garde geht durchaus mit der Zeit und passt sich an. Er strebe an, dass die Gardisten länger Dienst leisteten und möchte deren Lebensbedingungen weiter verbessern. Natürlich könne nicht mit Hellebarden gegen Terrorismus angekämpft werden und man sei auf Informanten ausserhalb des Vatikans angewiesen. Die katholische Kirche verfüge aber über ein dichtes Netzwerk.

Herr Brülhart: Welchem Recht sind die Gardisten unterstellt?

Herr Mäder: Es gelte das vatikanische Gesetz und die Gardisten hätten eine Schweigepflicht, wie sie in anderen Berufen auch üblich sei.

Herr Krafft: Welche Chancen im Berufsleben haben Gardisten nach 30 Jahren Gardedienst?

Herr Mäder: Mit Hilfe von persönlichen Assessments hätten bis heute alle Gardisten gut eingegliedert werden können. Man schätze diese Männer für die gemachten Erfahrungen ausserordentlich. Zudem bestehe ein grosses persönliches Netzwerk zu Unternehmen.

Herr Heinimann: Findet ein interreligiöser Austausch statt und setzen sich die Gardisten mit der katholischen Kirche auseinander?

Herr Mäder: Die Schweiz als multireligiöser Staat formt die Gardisten bereits zum flexiblen Denken. Eine klare Grundüberzeugung zur katholischen Kirche und zum Papst sei aber Voraussetzung für die Aufnahme in die Garde.

Frau Michel spricht die Pressekampagne vom Februar betreffend Abweisung eines Auslandschweizer Anwärters an und bittet Herrn Mäder um eine Stellungnahme.

Herr Mäder bedauert diese unerfreuliche „Schmierkampagne“ und ist erstaunt über das grosse Echo seitens Auslandschweizer. Er habe das Wort „Auslandschweizer“ in diesem Zusammenhang nie verwendet, zudem hätte sich der Anwärter weder bei ihn noch in der Schweiz gemeldet.

Herr Lehmann: Wer finanziert die Schweizergarde und ist es überhaupt erlaubt, im Ausland Militärdienst zu leisten?

Herr Mäder: Der Heilige Stuhl finanziert die Garde, welche laut Bundesratsbeschluss von 1872 keinen Militärdienst leistet, sondern zu Sicherheitszwecken im Ausland dient. Die Garde verteidigt in diesem Sinne kein Territorium.

Herr Hächler: Wie viel Prozent der Anwärter können schlussendlich berücksichtig werden?

Herr Mäder: Rund die Hälfte der Interessierten werden schlussendlich zum Dienst einberufen. Die anderen 50% fallen nach ersten Gesprächen wegen falscher persönlicher Einschätzung der Tätigkeit eines Gardisten und der Bedingungen automatisch weg.

Herr Bolomey: In der welschen Presse sei vor kurzem über den sehr strengen Ton im Dienst der Garde geschrieben worden. Welches ist zudem die offizielle Dienstsprache?

Herr Mäder: Es herrscht natürlich ein militärischer Ton, aber die Gardisten frönen auch einem privaten Leben und geniessen Freizeit. Die Sprache hängt von der jeweiligen Sektion ab. Eigentlich werden aber alle Sprachen (Deutsch, Französisch und Italienisch) gesprochen.

Herr Stucky dankt Herrn Mäder herzlich für den ausführlichen und eindrücklichen Einblick in das Leben der Schweizergarde.

4. E-Government - Standortbestimmung
Herr Jean-Jacques Didisheim, Bereichsleiter E-Government beim Informatikstrategieorgan Bund ISB, informiert in seinem Referat über die Aufgabe seines Organs, klärt über die Möglichkeiten von E-Government auf und berichtet über die Gründe des langsamen Fortschrittes (Föderalismus, keine politische Priorität, Datenschutzbedenken etc). Weiter erläutert er die im Januar 07 verabschiedete Strategie des Bundesrates und deren Ziele (Überarbeitung der Rahmenbedingungen, Katalog priorisierter Vorhaben und Erarbeitung eines Masterplanes). Die enge Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Gemeinden sei nun gefragt.

Claudine Schmid, Mitglied Assemblée des Français de l’étranger, berichtet über die Möglichkeiten eines virtuellen Konsulats, welches einer Verwaltung ohne geografischer Abhängigkeit entspricht. Dieses dient zur Entlastung der Konsulate, da sich nun jeder registrierte Auslandfranzose mit einem Geheimcode einloggen kann und eigenhändig Änderungen (Umzug, Zivilstand, ID-Karte) in seinem Dossier vornehmen kann; selbst Fernverfahren können somit eingeleitet werden. Diese Einführung erfordert eine massive Information, Reaktionen von Benutzern sind noch keine eingetroffen, da dieser virtuelle Schalter noch sehr neu ist. Eine Schliessung von Konsulaten wird nicht erwartet, eher eine Bündelung von Interessegemeinschaften.

Herr Börlin bestätigt den Austausch des EDA mit anderen Staaten. Neue technische Möglichkeiten würden laufend geprüft. Eine Einführung sei aber erst möglich, wenn ein Mehrwert garantiert werden könne. Bereits würden viele Arbeiten online ausgeführt, aber die Sicherheit des Datenschutzes müsse absolut gewährleistet sein. Das EDA geht etappenweise vor und es sei nicht erwünscht, dass ein virtuelles Konsulat plötzlich den physischen Konsulaten mit Schliessung droht. Er weist darauf hin, dass das EDA in dieser Sache ausschliesslich als Anlaufstelle fungieren kann, und das komplexe Gefüge der Departemente enge Grenzen setzt.

Diskussion

Herr Favarger: Wie regeln Auslandfranzosen politische Probleme mit diesem virtuellen Konsulat?

Frau Schmid: Das Aufsuchen des Konsulats erfolgt meistens aus persönlichen Gründen (Umzug, Zivilstandsänderungen etc). Die elektronische Verwaltung erleichtere all diese Gänge erheblich. Auf polizeiliche und politische Tätigkeiten habe dies keinen Einfluss und der Bestand der Konsulate sei nicht direkt gefährdet.

Frau Michel wendet sich an Herrn Börlin und äussert sich verärgert darüber, dass viel frequentierte Websites einfach gesperrt würden. Die Vereinheitlichung des Auftrittes aller Botschaften habe den Verlust vieler nützlicher Informationen mit sich gebracht.

Herr Börlin: Dieses Beispiel zeige in der Tat eine Problematik auf; es sei eine Folge des Corporate Design des Bundes. Das EDA sei Teil eines sehr komplexen Gebildes und somit abhängig von anderen Departementen.

Herr von Tscharner fragt, ob die ASO in der Lage sei, in der Schweiz eine Art Observatorium darzustellen, welches im Falle von Verzögerungen in den Kantonen eingreift. Welche Mobilisierung in den Kantonen ist erlaubt?

Herr Stucky: Wir streben an, dass sich die Auslandschweizer Stimmen künftig auf einen Ort pro Kanton beschränken (in fünf Kantonen ist dies bereits der Fall), und erwarten, dass die Kantonalparlamentarier entsprechend Druck machen.

Herr Rusconi: Beim Eintragen von Geburten beispielsweise wird auf den Vertretungen ein Originaldokument verlangt. Wie wird das online gehandhabt werden?

Herr Börlin wird sich gerne diesbezüglich erkundigen.

Herr Martin: Erkundigt sich bei Herrn Didisheim nach vorgesehener Informatik beim E-Government (Opensource oder Proprietäre Software).

Herr Didisheim: Das Strategieorgan des Bundesrates hat noch keine Position bezogen und die Analyse wird beide Lösungen beinhalten müssen. Es müsse klar zwischen E-Voting und E-Government unterschieden werden.

Herr Guisan stört sich daran, dass immer wieder das föderalistische System als Problem dargestellt wird, denn das Bundesrecht habe Vorrang vor dem Kantonsrecht, auch in Bezug auf das E-Voting. Er wirft dem Bund mangelnden Willen in dieser Angelegenheit vor und wünscht sich zusätzlichen Druck.

Herr Aeschlimann sieht das Problem des Föderalismus nicht. Aber dem Kanton Neuenburg sei es verboten worden, die Auslandschweizer bei den Pilotversuchen mit einzubeziehen.

Herr Börlin nimmt Kritik gerne entgegen, um sie der Bundeskanzlerin weiter zu leiten, denn das EDA könne in dieser Sache nur vermitteln, aber nicht selber agieren. Viele Mitarbeiter seien ja auch Auslandschweizer und hätten den gleichen Blickwinkel und die gleichen Interessen wie die ASO. Das Parlament und das Volk haben schliesslich entschieden, den Kantonen Spielraum zu lassen.

Der Präsident präsentiert dem Rat folgende Schlussfolgerungen:

Die ASO verlangt:
- einen Ausbau und eine Vereinheitlichung des Internetangebotes der Botschaften und Konsulate
- eine Weiterentwicklung der Online-Dienstleistungen für Auslandschweizer
- einen Miteinbezug in die Überlegungen zur Weiterentwicklung des Konsularwesens
- eine ernsthafte Prüfung eines virtuellen Konsulates
- die Mithilfe bei der Erreichung der Ziele auf kantonaler Ebene

Diese werden stillschweigend gutgeheissen.


5. Eidgenössische Wahlen 2007
Der Präsident führt die Anwesenden in das Thema ein und nennt die vier Hauptziele der ASO:
1. Präsenz der Fünften Schweiz im Wahlkampf
2. Auslandbeteiligung mindestens gleich hoch als im Inland
3. Wiederwahl von Kandidaten, die die Interesse der Fünften Schweiz vertreten
4. Auslandschweizer Anliegen an Politik und Öffentlichkeit herantragen

Das vom Rat verfasste Wahlmanifest ist den grossen Parteien verteilt und erläutert worden. Die Kommunikation spiele bei der Erreichung der Ziele die grösste Rolle. Das Interesse seitens der Parteien sei durchaus vorhanden. Er fordert zur Kandidatur und zur Partizipation der Fünften Schweiz an den Wahlen auf.

Rudolf Wyder will, dass die Stimme der Fünften Schweiz in der politischen Debatte vernommen wird. Die ASO selber steige nicht in den Wahlkampf ein. Gemeinsam mit den internationalen Sektionen der grossen Parteien wird sie in der Ausgabe 4/07 der „Schweizer Revue“ einen Aufruf zur Partizipation veröffentlichen. Die Wahlunterlagen der Parteien müssten unter allen Umständen auch von den Gemeinden aus an die Wähler im Ausland geschickt werden, hier seien verschiedentlich Engpässe aufgetreten. Die Zustimmung beider Kammern zur Zentralisierung der Stimmregister sei ein wichtiger Schritt. Die ASO werde darauf drängen, dass die Kantone Massnahmen eingreifen. Weiter verlangt Herr Wyder ein schnelleres Tempo in der E-Voting-Angelegenheit. Die ASO müsse intervenieren. Der Vorstand empfehle die Annahme einer entsprechenden Resolution (das Dokument R-2007/8 wurden den Ratsmitgliedern im Vorfeld verteilt).

Diskussion

Herr Bolomey: Er durfte während seiner Kandidatur viele Menschen kennen lernen, jedoch sei es für Kandidaten aus dem Ausland schwieriger, den Draht zu den Wählern zu finden, obwohl das Interesse der Parteien an Auslandkandidaten sehr wohl vorhanden sei. Das Kandidieren sei wesentlich schwieriger als das Abstimmen.

Herr Stucky: Die Problematik sei bekannt, man dürfe aber keine Möglichkeit unversucht lassen.

Herr Guisan machte ebenfalls als Kandidat persönliche Erfahrungen mit Auslandschweizern. Dieses Wählersegment müsse zusätzlich mobilisiert werden. Die Kantone und die Parteien hätten das Problem erkannt. Mehr eingetragene und aktive Auslandschweizer müssten angestrebt werden (150'000 – 200'000).

Herr von Tscharner wünscht Ergänzung des Wortes „rechtzeitig“ in der ersten Forderung in der Resolution (betreffend Werbematerial).

Herr Stucky ist mit dieser Ergänzung einverstanden.

Beschluss

Die Resolution wird ohne Gegenstimme angenommen.

Tom Morgenegg, Leiter des Jugenddienstes der ASO, informiert über das geplante Seminar zu den Parlamentswahlen und stellt kurz dessen Inhalte vor (u.a. Einführung der Jugendlichen in das politische System, Besuche bei Parteien und Medien, Analyse der Wahlen).

Herr Favarger möchte die Partizipation Jugendlicher fördern und stellt spontan Fr. 500.- zur Verfügung um einem französischsprachigen Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen. Er hofft auf Nachahmer.

Herr Studer kandidierte 2003. Die Stimmen der Auslandschweizer hätten der SVP im Kanton Baselland dank Listenverbindung einen Nationalratssitz verschafft. Die Auslandschweizer können durch das vermehrte Schreiben von Leserbriefen Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Er plädiert für reservierte Sitze im Parlament für die Fünfte Schweiz.


6. ASO auf Internet - Neuerungen
Marc Demierre, Leiter Kommunikation ASO, berichtet über die Neulancierung der ASO-Website. Die Aufschaltung ist für Ende Juni 2007 vorgesehen. Grundsätzlich soll diese Erneuerung der Site die Dienstleistungen für die Auslandschweizer mehr ins Zentrum rücken. Auch ist geplant, den Clubs und Vereinen Platz für mehr Wahrnehmbarkeit zu gewähren, um sich dem breiten Publikum der Fünften Schweiz vorstellen zu können.


7. Auslandschweizer-Kongress 2007
Marc Demierre präsentiert den 85. Auslandschweizer-Kongress, welcher in Genf zum Thema „Solidarisch und engagiert: Schweizerinnen und Schweizer im humanitären Einsatz“ vom 17. – 19. August 2007 abgehalten werden wird. Das Dokument R-2007/4 ist den Ratsmitgliedern im Vorfeld verteilt worden.

Herr Stucky ermuntert die Ratsmitglieder, sich für den Kongress anzumelden und dafür zu werben.


8. Soliswiss heute
Felix Bossert, Direktor Soliswiss, macht einen Rückblick auf zwei bewegte Jahre, welche auch die Gründung einer Tochtergesellschaft, der Soliswiss AG, sahen. Für Anleger hätten sich jedoch keine Änderungen ergeben. Er unterstreicht die Transparenz von Soliswiss und deren Flexibilität, sich stets den Anforderungen von Behörden und Gesetzen anpassen zu können.

Herr Stucky dankt Herrn Bossert und wünscht Soliswiss weiterhin viel Erfolg.


9. Vorbereitungskurse auf das Hochschulstudium - Präsentation
Manfred Zimmermann, Direktor der Vorbereitungskurse, stellt seine Stiftung VKHS vor, deren Träger die Eidgenossenschaft und acht Hochschulkantone sind. Die Aufgabe der Stiftung ist eine gezielte fachliche und sprachliche Vorbereitung auf das Hochschulstudium in der Schweiz. Gut 15% der der Absolventen seien Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Auch ruft er die Ratsmitglieder zur finanziellen Unterstützung auf.


10. Jahresbericht 2006
Beschluss: der Jahresbericht (Dokument R-2007/1) wird ohne Wortmeldung genehmigt.


11. Jahresrechnung 2006
12. Budget 2007
Die Traktanden 11 und 12 werden gemeinsam behandelt.

Herr Wüthrich präsentiert anhand der dem Rat zugegangenen Unterlagen R-2007/2 a+b die Jahresrechnung 2006 und das Budget 2007 der Auslandschweizer-Organisation.

Der Quästor verliest den Revisorenbericht der Firma PriceWaterhouseCoopers. Die Revisionsstelle hat keine Vorbehalte und keine Einschränkungen gegenüber den vorgelegten Daten. Sie empfiehlt, die Jahresrechnung zu genehmigen.

Beschluss: Die Jahresrechnung 2006 wird einstimmig genehmigt und Quästor und Vorstand wird damit Décharge erteilt. Ebenfalls ohne Gegenstimme wird das Budget 2007 genehmigt.


13. Wahl der Revisionsstelle
Beschluss: die Firma PriceWaterhouseCoopers wird einstimmig für zwei weitere Jahre als Revisionsstelle bestätigt.


14. Wahl neuer ASR-Mitglieder
Den Ratsmitgliedern wurde das Dokument R-2007/5 im Vorfeld zugestellt.

Barbara Rigassi-Schneeberger, Präsidentin von Soliswiss, wird einstimmig zum Inlandmitglied gewählt.

Didier Planche, Wirtschaftsjournalist BR, Douala/Kamerun wird einstimmig zum Delegierten für Schwarzafrika gewählt.


15. Anerkennung neuer Auslandgruppen
Herr Weiss freut sich über den Zusammenschluss von acht Gruppen zu einer Dachorganisation in Belgien und Luxemburg. Besucher seien jederzeit herzlich willkommen.

Herr Bieger möchte wissen, ob die Gründung eines zweiten Clubs in Singapur nicht eine Konkurrenz zum bereits bestehenden Club sei.

Frau Silberstein sieht diese Gründung klar als Ergänzung und als Motivation für Schweizer in Singapur, sich mit anderen Schweizern zu treffen.


Beschluss:
Im Einklang mit dem Antrag des Vorstandes (Dokumente R-2007/6+6a) werden einstimmig das Collège des Présidents des Sociétés suisses de Belgique et du Grand-Duché de Luxembourg als Dachorganisation und die Swiss Association of Singapore als Auslandgruppe anerkannt.


16. Verschiedenes
Herr Studer fragt im Interesse seiner Vereinsmitglieder, ob das Protokoll künftig auch in englischer Sprache geliefert werden könnte.

Herr Stucky bietet Abklärung an.

Valérie Clapasson, Verantwortliche Sponsoring/Fundraising ASO, präsentiert kurz ihre Absichten und getätigten Schritte während der ersten drei Monate ihrer Anstellung. Bereits hätten Grundsteine für vielversprechende Partnerschaften gelegt werden können. Weiter berichtet sie in wenigen Worten über die Resultate des den Anwesenden verteilten Fragebogens über die Wahrnehmung der ASO bei den Ratsmitgliedern. Diese bewerten die Medien der ASO und die Kinder- und Jugendlager als stark bis sehr verwurzelt. Als ungenügend und verbesserungswürdig empfinden sie hingegen den Bekanntheitsgrad, das Image und die Attraktivität der ASO.

Die nächste Sitzung des Rates findet am Freitag, 17. August 2007 anlässlich des Kongresses in Genf statt. Die nächste Frühjahrssitzung wird auf den 12. April 2008 in Bern festgelegt.

Der Präsident dankt den Ratsmitgliedern, den Gästen, den Medien, den Übersetzerinnen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sekretariates. Er schliesst die Sitzung um 17.10 Uhr.

Die Protokollführerin

Franziska Zillig